Die Ernährungspyramide zeigt, wo’s langgeht: Was unten steht, kommt täglich auf den Tisch – je höher Sie klettern, desto seltener wird zugegriffen.
Gesund essen mit System: Die Ernährungspyramide zeigt wie
Naschen erlaubt – aber bitte bewusst!
Naschen erlaubt – aber bitte bewusst!
Ob Schokolade, süße Teilchen, Chips oder gezuckerte Frühstückscerealien: Zu den sogenannten „Extras“ zählen alle Lebensmittel, die viel Zucker, Fett oder Salz enthalten – also auch Limos, Eistee und salzige Knabbereien.
Für viele gehören sie einfach dazu – und das ist okay. Wichtig ist: bewusst genießen statt gedankenlos naschen. Kleine Mengen sind erlaubt, solange der Rest der Ernährung stimmt.
Gezielt genießen – Fett ist nicht gleich Fett!
Gezielt genießen – Fett ist nicht gleich Fett!
Fette und Öle sind wichtig für den Körper – sie liefern lebensnotwendige Fettsäuren und fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K. Doch nicht jedes Fett ist gleich gut!
Die Empfehlung: Zwei Portionen täglich – und möglichst aus hochwertigen pflanzlichen Quellen. Rapsöl ist ein echter Alleskönner: es schmeckt mild, ist vielseitig einsetzbar und besonders reich an Omega-3-Fettsäuren. Auch Walnuss-, Lein-, Soja- oder Olivenöl sind eine gute Wahl – ebenso wie daraus hergestellte Margarine.
Maßvoll genießen
Maßvoll genießen
Milch, Joghurt, Käse, Eier, Fisch, Fleisch oder Wurst: Diese Lebensmittel liefern hochwertiges Eiweiß, B-Vitamine, Calcium, Jod und weitere wichtige Nährstoffe. Aber: Weniger ist hier oft mehr – denn zu viel tierisches Eiweiß kann auch mit unerwünschten Begleitstoffen wie Cholesterin oder Purinen belasten.
Empfehlung: Täglich drei Portionen Milch und Milchprodukte – z. B. ein Glas Milch, etwas Joghurt, Quark, Ayran oder Käse. Sie sind die besten Lieferanten für Calcium und Phosphat – und damit echte Freunde für deine Zähne! Denn: Sie stärken den Zahnschmelz und helfen, schädliche Säuren im Mund zu neutralisieren.
Fleisch, Wurst, Fisch & Co: Auch hier gilt: Qualität vor Menge. Eine Portion täglich reicht völlig aus – z. B. ein Ei, eine kleine Menge mageres Fleisch, ein Stück Fisch oder ein Aufstrich mit Wurst. Fisch liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren und Jod, Fleisch Eisen und Zink. Wählen Sie möglichst fettarme Varianten und greifen Sie bei Fisch gerne zu fettarmen Meeresfischen wie Seelachs oder Kabeljau.
Tipp:
Auch Sauermilchprodukte wie Kefir oder Buttermilch sind besonders wertvoll – dank der enthaltenen Milchsäurebakterien, die gut für den Darm sind. Wer auf Alternativen wie Soja-, Hafer-, Mandel- oder Erbsendrinks setzt, sollte auf die Nährwerte achten: Viele enthalten deutlich weniger Calcium, Jod und Vitamine wie B2 und B12.
Abwechslung bringt’s: Produkte aus Schaf- oder Ziegenmilch können eine interessante Ergänzung zu Kuhmilch sein – für alle, die gern Neues probieren.
Vollkorn statt Weißmehl – Energie, die länger wirkt!
Vollkorn statt Weißmehl – Energie, die länger wirkt!
Täglich vier Portionen Getreideprodukte – ob Brot, Nudeln, Reis oder Müsli: Die beste Wahl sind Vollkornvarianten! Sie stecken voller pflanzlichem Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen und vor allem Ballaststoffen, die gut für die Verdauung sind und lange satt machen.
Auch Kartoffeln gehören zu dieser Gruppe – ganz gleich, ob gekocht, gebacken, gebraten oder püriert. Und wer Abwechslung mag, kann auch mal zu Couscous, Bulgur, Grünkern oder Hirse greifen. Haferflocken sind übrigens echte Allrounder!
Warum das wichtig ist: Kohlenhydrate sind der Treibstoff für Muskeln und Gehirn. Aber: Weißmehlbrötchen, Brezeln oder Cracker liefern meist nur leere Energie – sie sättigen kaum und können Karies fördern. Denn: Schon im Mund wird Stärke zu Zucker umgewandelt – ein Fest für Kariesbakterien!
Jeden Tag Obst und Gemüse
Jeden Tag Obst und Gemüse
Drei Portionen Gemüse und Salat plus zwei Portionen Obst – jeden Tag, frisch, knackig und lecker. Ob roh oder gegart: Je bunter der Teller, desto besser. Gemüse, Obst und Salat bringen nicht nur Farbe und Geschmack, sondern auch viele Vitamine, Mineralstoffe und bioaktive Pflanzenstoffe mit – kleine Schutzschilde gegen Herzinfarkt, Krebs und Co.
Extra-Tipp: Wer zu regionalen und saisonalen Produkten greift, tut auch der Umwelt etwas Gutes. Kürzere Transportwege bedeuten mehr Frische und weniger CO₂.
Zahngesund ist, was knackig ist: Rohkost wie Karotten oder Kohlrabi fördert das Kauen – und das regt den Speichelfluss an, der den Zahnschmelz schützt.
Weniger zahnfreundlich: Smoothies, Säfte oder Pürees liefern zwar Vitamine, fehlen aber beim Kauen. Noch kritischer sind klebrige Trockenfrüchte – sie haften lange an den Zähnen und bieten Bakterien ideale Bedingungen.
Gut trinken, gut fühlen
Gut trinken, gut fühlen
Sechs große Gläser am Tag tun Körper und Zähnen gut – am besten mit Wasser oder ungesüßtem Kräuter- und Früchtetee. Auch Kaffee oder schwarzer/grüner Tee sind in kleinen Mengen okay.
Aber aufgepasst: Limonaden, Cola, Eistee, Energy-Drinks oder purer Fruchtsaft mögen verlockend sein – für die Zähne sind sie aber echter Stress. Sie liefern nicht nur Zucker, sondern auch Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und Mineralstoffe herauslösen.
Weitere Informationen zur Ernährung und Zahngesundheit
Spezifische Ernährung
bei Paradontitis, MIH/MMH und vegetarischer/veganer Ernährung
Zahngesunde Ernährung bei Parodontitis
Das ist wichtig
Obst & Gemüse:
Greifen Sie täglich zu! Besonders empfehlenswert sind:
- Nitratreiche Sorten wie Rote Bete, Spinat, Kopfsalat
- Vitamin-C-reiches Gemüse und Obst wie Paprika, Brokkoli, Kiwi, Zitrusfrüchte, schwarze Johannisbeeren
- Bunte Früchte mit Polyphenolen – sie wirken antioxidativ und entzündungshemmend
→ Täglicher Verzehr kann Gingivitis und Parodontitis nachweislich reduzieren.
Fisch & Fleisch:
- 1 Portion fettreicher Seefisch (z. B. Lachs, Hering, Makrele) pro Woche liefert entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren
- Algenöl ist eine gute pflanzliche Alternative
- Fleisch & Wurst möglichst selten essen – sie fördern entzündliche Prozesse
Hülsenfrüchte:
Erbsen, Linsen, Bohnen, Kichererbsen & Sojabohnen sind reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen – und wirken entzündungshemmend
Milchprodukte:
- Fettarme Varianten wie Buttermilch, Dickmilch, Joghurt oder Kefir bevorzugen
- Unterstützen eine gesunde Darmflora – wichtig für das Immunsystem und die Entzündungsregulation
Süßes & Aufstriche:
Vorsicht bei nussigen Schokoaufstrichen & Schokolade – sie enthalten Fette, die entzündliche Prozesse fördern.
Zahngesunde Ernährung bei MIH/MMH
Das ist wichtig
Getränke – lieber mild als sauer:
Limonaden, Eistee und Fruchtsäfte sind tabu! Sie enthalten viel Zucker und Säure, die dem ohnehin geschwächten Zahnschmelz wichtige Mineralstoffe entziehen.
→ Besser: Wasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees.
Obst & Gemüse – weich und säurearm bevorzugt:
- Gut geeignet: zuckerarme Früchte wie Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Wassermelone
- Weniger geeignet: Bananen, Datteln (klebrig & zuckerreich), sowie säurehaltiges Obst wie Orangen, Zitronen, Kiwis, Ananas
- Tipp: Weiches Gemüse wie Gurken oder Salat bevorzugen – hartes Gemüse wie Karotten lieber als Gemüsesuppe oder Püree zubereiten.
Milchprodukte – täglicher Schutzschild:
3–4 Portionen fettarmer Milchprodukte pro Tag liefern wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Phosphat, die den Zahnschmelz stärken und zahnschädliche Säuren abpuffern.
- Tipp: Säurehaltige Lebensmittel mit Milchprodukten kombinieren: z. B. Obst mit Quark, Dressing mit Buttermilch oder ein frischer Lassi mit Joghurt und Früchten.
Extras – nur selten erlaubt:
MIH-Zähne sind besonders kariesanfällig. Süßigkeiten, klebrige Snacks und stark verarbeitete Produkte sollten daher die absolute Ausnahme bleiben.
Zahngesunde Ernährung vegetarisch/vegan
Das ist wichtig
Omega-3-Fettsäuren – clever ersetzen:
Fisch als klassische Quelle für Omega-3 fällt weg? Kein Problem!
- Tipp: Greifen Sie zu mit Mikroalgen angereicherten Lebensmitteln, z. B. bestimmten Olivenölen.
- Für kalte Speisen eignen sich kaltgepresste Öle wie Leinöl, Rapsöl oder Walnussöl – sie liefern wertvolle Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken.
Hülsenfrüchte, Nüsse & Samen – pflanzliche Powerpakete:
- Hülsenfrüchte (z. B. Linsen, Kichererbsen, Bohnen) sind beste Eiweißlieferanten
- Nüsse und Samen punkten mit gesunden Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen
→ In Maßen genossen, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Zahngesundheit und allgemeinen Ernährung.
Wichtige Nährstoffe gezielt ergänzen:
Bei rein pflanzlicher Ernährung gilt besondere Aufmerksamkeit für:
- Vitamin B12: kommt fast nur in tierischen Lebensmitteln vor → Supplementierung oder angereicherte Produkte empfohlen
- Vitamin D: besonders im Winter notwendig → ggf. ergänzen
- Jod: auf jodiertes Salz oder gezielte Ergänzung achten
