Zahnärzteschaft setzt Impuls beim „Marktplatz der Prävention“
Vernetzt für bessere Versorgung
Mit einem engagierten Beitrag zur frühzeitigen Vorsorge hat sich die Zahnärzteschaft Baden-Württemberg Ende März beim „Marktplatz der Prävention“ des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg in Stuttgart eingebracht. Die Veranstaltung knüpfte an die Präventionsstrategie der Präventionsallianz Baden-Württemberg an und zeigte: Prävention ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung.
Gesundheit zu stärken, bevor Krankheit entsteht, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Hinter dem 2018 von Ministerpräsident Winfried Kretschmann initiierten Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg stehen inzwischen mehr als 650 Akteurinnen und Akteure aus Medizin, Forschung, Verbänden, Krankenkassen und Verwaltung.
Mundgesundheit als Schlüssel zur Gesamtgesundheit
Die Zahnärzteschaft Baden-Württemberg, vertreten durch das Informationszentrum Zahn- und Mundgesundheit (IZZ), setzte früh einen inhaltlichen Akzent: In der ersten Pitchsession eröffnete Dr. Jutta Vischer unter dem Motto „Früher erkennen, besser vorsorgen“ die Diskussion.
Im Fokus stand die Frage, wie Prävention wirksam in bestehende Versorgungsstrukturen integriert werden kann. Dabei wurde deutlich: Mundgesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil der allgemeinen Gesundheit. Prävention muss deshalb über alle Lebensphasen hinweg gedacht werden – insbesondere vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft und steigender Herausforderungen wie Wurzelkaries.
Ein konkretes Beispiel für erfolgreiche Präventionsarbeit ist die Verankerung zahnärztlicher Früherkennungsuntersuchungen im Kinderuntersuchungsheft. Diese Entwicklung basiert auf langjähriger Aufbauarbeit – von Kinderpässen über Patenschaftsmodelle bis hin zu zielgruppengerechten Materialien und Kooperationen.
Niedrigschwellige Prävention und Vernetzung
Auch abseits der Fachvorträge präsentierte sich die Zahnärzteschaft aktiv: An einer Informationswand stellte das IZZ Baden-Württemberg Materialien wie Mitmachbücher, Wimmelbücher für Kinder und sprachfreie Flyer vor. Diese Angebote ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang zur Mundgesundheit und stärken die Prävention im Alltag.
Der „Marktplatz der Prävention“ bot darüber hinaus Raum für Austausch und Vernetzung. Diskutiert wurden neue Kooperationen, gemeinsame Projekte sowie Formate wie Podcasts, um Prävention stärker in die Öffentlichkeit zu tragen.
Starke Impulse für die Gesundheitsvorsorge
Die Veranstaltung machte die Vielfalt der Präventionsansätze sichtbar und zeigte zugleich die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit. Der Beitrag der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg unterstreicht: Wer Gesundheitsvorsorge nachhaltig stärken will, muss Mundgesundheit konsequent mitdenken.
